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Leuchtendes Wasser – die Impressionistin Brunhild Schwertner im Interview

Brunhild Schwertner ist eine Malerin, welche sich in die beste impressionistische Tradition einreiht und mit ihren farbenfrohen und lebendigen Bildern zu fesseln vermag. Der Dichter Simon Johann Andresen hat sich durch diese Arbeiten inspirieren lassen, herausgekommen ist ein kleines Buch, welches Lyrik und impressionistische Malerei vereint. Helikon Art nutzte diesen Anlaß, um der Künstlerin einige Fragen zu stellen.

Brunhild SchwertnerHelikon Art: Frau Schwertner, Ihr Büchlein „Shining Water (Leuchtendes Wasser)“ ist nun erschienen. Wie gefällt Ihnen die Umsetzung, wie sind die bisherigen Reaktionen?

Schwertner: Ich bin sehr zufrieden mit allem. Die Wiedergabe der Bilder ist gut, nur die Originale übertreffen die Druckqualität. Mir gefällt vor allem die Gegenüberstellung – auf der einen Seite das Bild – und gegenüber das Gedicht in zwei Sprachen. Die Reaktionen bisher sind sehr positiv. Es wird als eine außergewöhnliche Zusammenarbeit sehr positiv aufgenommen. Die Presse vor Ort ist bereits involviert.

Helikon Art: Wie haben Sie Simon Johann Andresen kennengelernt, und wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Schwertner: Ich bin Simon Johann Andresen auf facebook in einer Gruppe „Van Gogh“ begegnet. Er hat spontan ein Gedicht zu einem meiner Werke, die ich gepostet hatte, geschrieben. Dann folgte eine weiteres Gedicht zu einem weiteren Bild von mir – bis die Idee zum Buch geboren wurde.

Helikon Art: Haben Sie einen Favoriten unter den Gedichten, eines, welches Sie besonders treffend finden?

Schwertner: Ich mag das Gedicht A Camper’s Moon besonders. Es entspricht meinem Empfinden und Denken.

Helikon Art: Sehen Sie eine wesensmäßige Verwandtschaft zwischen Ihren Bildern und den Gedichten oder nur einen losen äußeren Zusammenhang?

Schwertner: Ich sehe einen fast durchgängig engen Zusammenhang. Simon Johann Andresen hat mich vor dem Schreiben über die Hintergründe der Entstehung jedes meiner Bildes befragt und das mit berücksichtigt. Er hat den Faden dann fantasievoll weitergeknüpft und ich lese mit Erstaunen, wie sich mir Vertrautes in einem ganz neuen Licht zeigt.

Helikon Art: Stellen wir uns den Kunstfreund vor, der sich abends in seinen Sessel setzt und Ihr Buch zur Hand nimmt. Welches Getränk und welche musikalische Untermalung würden Sie ihm dazu empfehlen?

Schwertner: Das Getränk könnte ein Gläschen Rotwein sein und die Musik vielleicht Edith Piaf, Giuliette Gréco, Jacques Brel …

Brunhild SchwertnerHelikon Art: Sie waren ja längere Zeit in England, wenn man während dieser Zeit Ihrer Facebook-Seite gefolgt ist, scheint diese Reise Sie ja in einen wahren Kreativitätsrausch versetzt zu haben…

Schwertner: Ich war ein paar Mal in England, nicht sehr lange, aber es hat mich beflügelt. Es gibt Länder, in die ich mit Vorliebe reise – England ist eins davon. Ich mag diese Mixtur aus Vergangenheit und Zukunft – das Traditionsbewußtsein dort erstaunt mich. Vor allem liebe ich die Cottage-Gärten und die alten Häuser. Und das Meer.

Helikon Art: Gibt es Gegenwartskünstler, die Sie dem vom Impressionismus Verzauberten ans Herz legen möchten, von denen Sie meinen, wenn der Kunstfreund Bilder von Brunhild Schwertner mag, werden ihm auch deren Arbeiten gefallen?

Schwertner: Es gibt so einige auf internationaler Ebene, die ich nennen könnte. Leider gibt es nur wenig deutsche Künstler – auf Anhieb fällt mir nur Martin Schaeffner ein und ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent – Johannes Bachor.

Helikon Art: Wird Berlin vielleicht einmal in den Genuß einer Ausstellung Ihrer Bilder kommen?

Schwertner: Wenn ich eine offene Tür in Berlin fände – ich würde sie nutzen!

Helikon Art: Haben Sie bereits Pläne für die Zukunft? Neue Projekte, Ausstellungen,…?

Schwertner: Die nächste geplante Ausstellung ist eine Gemeinschaftsausstellung im Schloß Büchold Anfang Juli. Dann werde ich in Arnstein in der Grundschule im Rahmen einer Kunstwoche Kindern meine Malerei vorstellen. Geplant ist weiterhin ein Kursangebot für impressionistische Malerei für Jugendliche und Erwachsene. Wenn möglich möchte ich gern nächstes Jahr im Alten Rathaus in Schweinfurt ausstellen, das ist aber noch nicht konkret. Aber ein Highlight steht noch auf dem Programm: Simon Johann Andresen, seine Frau, die Verlegerin unseres Buches, Rose Cirigliano, und Heino Günther, der Übersetzer, haben zugesagt, mich nächstes Jahr zu besuchen. Auf dieses Treffen freue ich mich sehr.

Brunhild SchwertnerHelikon Art: Frau Schwertner, herzlichen Dank für das Gespräch!

Zur Person: Brunhild Schwertner wurde 1958 in Jena geboren; sie wuchs in Würzburg auf. Bereits als Kind malte sie gerne; im Alter von 9 Jahren bekam sie ein Buch mit Werken van Goghs. Mit etwa 17 Jahren fing sie an, bewußt die impressionistische Malweise zu erlernen. Sie lebt in Schweinfurt, wo sie bereits mehrere Ausstellungen hatte. Ihre Arbeiten lassen sich unter anderem auf der Facebook-Seite „Impressionistische Malerei Brunhild Schwertner“ betrachten.

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